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Körperspracheanalyse Hillary versus Trump

Körperspracheanalyse Hillary versus Trump

Auftritt Hillary: Ein strahlendes Lächeln beim Eintreten. Lächeln gewinnt. Meistens jedenfalls.

Aufritt Trump: versucht sie zu dominieren, indem er sie an zwei Stellen ihres Körpers gleichzeitig berührt. An der Hand bei der Begrüßung und am Rücken mit der anderen Hand. Er möchte suggerieren, wer hier die Führung hat. Gelingt es ihm?

Hillary reagiert schnell. Sie löst sich aus dieser Situation, in dem sie ihre rechte Hand (wie Obama) zum Winken hebt und die Menge begrüßt. Damit steht sie strahlend im Vordergrund, demonstriert Offenheit und deckt Trump auch noch ab. Großartig. Ihr rotes Kleid signalisiert Dominanz und Aktivität. Der nächste Schachzug, wenn nicht abgesprochen von Produktion oder Kniggeberatern, ist: Sie begrüßt den Moderator zuerst. Sie ist aktiv, sie führt.

Körpersprache Hillary Clinton:

Sie blinzelt viel. Ein Zeichen von Nervosität. Ich gestehe jedem zu, nervös zu sein, aber es wirkt nun mal im ersten Eindruck nicht souverän.

Sie zieht anfangs die Augenbrauen häufig hoch. Beim Sprechen die Augenbrauen hochzuziehen möchte dem Zuschauer sagen: „Glaub mir bitte, ich habe hier etwas Wichtiges zu sagen.“

Sie nickt anfangs beim Sprechen häufig. Das hat den Effekt, dass der Zuschauer fast auch schon anfängt zu nicken und das erzeugt Zustimmung. Aber Vorsicht ist geboten: Zu häufiges Nicken kann Unsicherheit ausstrahlen. Es wirkt dann eher wie ein Wackeldackel.

Ihre Stimme klingt voll und ihre Aussprache ist sehr gut verständlich. Das suggeriert Kompetenz. So kann sich der Zuschauer auf den Inhalt konzentrieren und muss nicht erst überlegen, was sie gesagt hat. Problemchen: Als die Kamera sie von hinten zeigt, sieht man, dass sie im Gegensatz zu Trump kleiner wirkt, weil sie weniger Raum einnimmt und keinen festen Stand hat.

 

Körpersprache Donald Trump:

Er blinzelt auch häufig. Klar ist er nervös. Es wäre ja unmenschlich, in so einer Situation nicht nervös zu sein. Allerdings hat er zudem einen trockenen Mund, muss ständig trinken. Das wirkt nicht souverän. Ich dachte dabei immer: “Warum hat er einen trockenen Mund? Glaubt er nicht das, was er sagt?” Zudem kneift er die Augen zusammen, verengt sie zu Schlitzen, wenn Hillary spricht. Er möchte den Informationsaufnahmekanal Augen verschließen. Damit fokussiert er sich auf das Wichtige. Als er sich in Fahrt redet, beginnt er auch, die Augenbrauen zu heben.

Er schüttelt beim Sprechen häufig den Kopf. Es fühlt sich für den Zuschauer an, als lehne er alles ab, weil alles schlecht ist. Schlecht, schlecht, schlecht. Ob das körpersprachlich ein geschickter Schachzug ist, sei dahin gestellt.

Er schiebt die Lippen beim Sprechen vor wie ein beleidigtes Kind. Das sollte er demnächst lassen, wenn er seinen Alphatierstatus beibehalten will.

Er wippt anfangs auf und ab. Das ist häufig ein Zeichen dafür, sich noch größer machen zu wollen.

Er wirkt durch zackige, schnelle Gesten sehr forsch und aggressiv.

Er nimmt sich das Pult, macht sich groß, nimmt mit seinen Schritten und seinen Gesten viel Raum. Zudem hat er alle äußerlichen Merkmale eines Alphatieres. Groß, kantiges Gesicht, wenig lächeln, laute Stimme.

Er strahlt Leidenschaft für das aus, was er vertritt, was auch immer es ist.

Seine teilweise aggressiv empfundene Lautstärke kann dabei kontraproduktiv auf den Zuschauer wirken. Denn irgendwo in unserem Gehirn ist verankert: „Wer schreit, hat Unrecht.“

Fazit: Trump wirkt auf mich nach außen souverän, zeigt aber Zeichen von innerer Unsicherheit. Hillary wirkt sehr gut vorbereitet, was ihr eine innere Sicherheit gibt.